Grillen – ein Sommervergnügen mit hohem Risikofaktor

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Spiritus, Benzin und andere brennbare Flüssigkeiten haben am Grill nichts zu suchen. Foto:dpp-AutoReporter

Ärzte deutschen Spezialkliniken für Brandopfer erkennen ohne Kalender und Wetterbericht den Beginn der Grillsaison. Regelmäßig werden insbesondere Kinder Opfer schmerzhafter Verbrennungen. Oft zünden die Kohlen nicht auf Anhieb und man versucht mit Spiritus oder anderen feuergefährlichen Flüssigkeiten nachzuhelfen. Darum: Kinder weg vom Grill! Und Finger weg von allen brennbaren und explosiven Flüssigkeiten!

Sicherheits-Tipp: „Den Holzkohlengrill nur mit geeigneten Grillanzündern entfachen. Verzichten Sie auf Gebläse wie Fön oder Staubsauger. Der ungestüme Funkenflug kann genauso wie offene Flammen zu Brandverletzungen führen. Niemals Brennspiritus oder Benzin zum Anzünden oder Beschleunigen einsetzen. Damit können meterhohe Stichflammen mit Temperaturen bis zu 1800 Grad Celsius entstehen. Und das bedeutet akute Lebensgefahr."

Und was ist zu tun, wenn es trotz aller Vorsicht zum Feuer-Unfall gekommen ist? Die brennende Kleidung durch Decken, Kleidungsstücke oder Wälzen auf dem Boden ersticken, verbrannte Kleidungsreste vom Körper entfernen. Angeklebte Kleidungsreste nicht gewaltsam abreißen, sondern am Körper belassen. Frühzeitig sind Rettungsdienst oder Notarzt zu verständigen, ggfs auch die Feuerwehr. "Die Brandwunden sollten bis zum Eintreffen des Notarztes mit kaltem Leitungswasser gekühlt werden," so der Experte weiter „das kalte Wasser verhindert zusätzlich Schäden in der Tiefe und reduziert die Schmerzen".

Ein extra Tipp: Halten Sie vorsichtshalber einen Eimer Wasser bereit. und entsorgen Sie Grillkohle und Asche erst nach vollständigem Erkalten in einen Blecheimer. (dpp-AutoReporter/sgr)