Energie sparen beim Bauen und Modernisieren: Alternativen zu Heizöl, Gas und Strom

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Energie sparen beim Bauen und Modernisieren: Alternativen zu Heizöl, Gas und Strom. Foto: ERGO/dpp

In Zeiten hoher Energiepreise lohnt es sich, bei Neubau oder Sanierung eines Hauses über nachhaltige und umweltfreundliche Alternativen zum klassischen Heizöl, Gas oder Strom nachzudenken. Inzwischen entscheiden sich immer mehr Deutsche für günstigere Alternativen, wie eine aktuelle, im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos ergab: Bei jedem Sechsten wird es zuhause dank alternativer Heizmethoden warm. In ländlichen Gegenden oder kleineren Orten liegt die Quote sogar bei rund einem Viertel. Eine beliebte Alternative zu klassischen Heizmethoden sind Solaranlagen. Darunter fallen die Photovoltaikanlage und die Solarthermie. Bei dieser wird mittels Solarthermiekollektoren auf dem Dach die Wärme der Sonne zur Nutzung im Haus bereitgestellt - beispielsweise für die Heizung oder Dusche.

Im Gegensatz dazu erzeugt die Photovoltaikanlage auf dem Dach aus Sonnenstrahlen elektrischen Strom. Ähnlich wie ein Holzofen funktioniert die Pelletheizung: Im Wohnbereich platziert, wird sie von Hand mit sogenannten Pellets befeuert. Das sind ein bis drei Zentimeter große Stäbchen, die aus Holzabfallprodukten wie Holzspänen und Sägemehl gepresst werden. Wärmepumpen hingegen eignen sich besonders für Häuser mit Flächenheizungen wie einer Fußbodenheizung. Sie können als Luft-, Solewasser- oder Erdwärmesysteme eingebaut werden. Egal, für welche Heizmethode man sich entscheidet: Zum energieeffizienten Heizen gehört auf jeden Fall auch eine gute Wärmedämmung der eigenen vier Wände. Die spart nicht nur Energie, sondern macht das Haus auch förderungsfähig, das heißt, die Besitzer kommen in den Genuss des Förderprogramms der staatlichen KfW-Förderbank für Energiesparhäuser.

Der Bund bietet über sie einen günstigen Kredit für besonders energieeffiziente Häuser an. „Beantragen können zukünftige Hausherren diese Förderung vor Baubeginn direkt bei ihrer Hausbank", erklärt ERGO Experte Rolf Mertens. Daneben fördern auch viele Länder und Kommunen alternative Heizmethoden. „Vor dem Beginn eines Bauvorhabens sollte man sich daher auf jeden Fall gründlich informieren. Denn die Förderprogramme ändern sich häufig. Es empfiehlt sich, für den jeweiligen Einzelfall bei der zuständigen Stelle die aktuelle Fördergeldregelung zu erfragen", rät der ERGO Experte. Dennoch ist die Investition in alternative Heizmethoden und eine optimierte Wärmedämmung noch immer mit relativ hohen Kosten verbunden. So müssen Verbraucher je nach Heizkonzept mit etwa zehn bis zwanzig Jahren rechnen, bis sich die anfänglichen Aufwendungen tatsächlich auszahlen. Dennoch gilt: Für die Umwelt lohnen sich die Maßnahmen immer! Denn jede Investition in effektivere Heizmethoden verringert den Schadstoffausstoß ab der ersten Minute und schont damit nachhaltig das Klima. (dpp)