Bei Saisonfahrzeugen dauernd für Spannung sorgen

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Bei Saisonfahrzeugen dauernd für Spannung sorgen. Foto: dpp/AutoReporter

Gerade die Batterien von Saisonfahrzeugen brauchen während der Stilllegung besondere Pflege. Moderne Ladegeräte sorgen für volle Leistung und lange Lebensdauer der Stromspeicher. Auch in täglich bewegten Autos erreicht der Akku in der kalten Jahreszeit meist nicht seine volle Kapazität - Aufladen sorgt dann für volle Spannung. Ein Überblick und Tipps von den TÜV SÜD-Experten.

Bei abgestellten Fahrzeugen verliert die Batterie einerseits von selbst an Ladung. „Die so genannte Selbstentladung kann bis zu 30 Prozent der Kapazität pro Monat betragen", sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Bei neueren Fahrzeugen zieht die Elektronik zudem einen erheblichen Ruhestrom. Nachladen ist dann doppelt notwendig. Viele Autofahrer wissen außerdem nicht, dass sie im Winter oft mit einer nur zu 70 oder 80 Prozent geladenen Batterie fahren. „Wenn es kalt ist, kann sie gar nicht den ganzen Strom aufnehmen, den der Generator eigentlich liefern könnte", sagt Lang. Dazu komme noch die erhöhte Belastung durch große Verbraucher wie die Heckscheibenheizung und das Heizgebläse.

Ausrüstung: In vielen Kellern und Garagen stehen Jahrzehnte alte Ladegeräte. „Die sind vom technischen Stand her überholt. Sie kommen mit modernen Batterietypen schlecht zurecht", sagt der Spezialist von TÜV SÜD. Dies gelte besonders für Stromspeicher vom Typ AGM (Advanced Glass Mat) oder andere, die vor allem in Autos mit Start/Stopp-Anlagen eingebaut sind. Alte Ladegeräte versuchen einfach, möglichst viel Strom in die Batterie zu „pumpen". Ist diese dann voll, wird die Energie einfach in Wärme umgesetzt. Dies ist schlecht für die Lebensdauer. Moderne Geräte schalten dagegen bei 100 Prozent Ladezustand automatisch auf Erhaltung um. Das heißt, sie führen hin und wieder etwas Strom zu, damit die Kapazität voll erhalten bleibt. Sie regeln den Ladestrom zudem so, dass er genau zum Ladezustand und Batterietyp passt. Ganz ausgefeilte Modelle entladen den Stromspeicher bei längeren Standzeiten sogar zwischenzeitlich leicht und führen danach wieder Energie zu. Dies wirkt sich wohltuend auf die Haltbarkeit aus.

Spannung: 12 Volt ist bei Personenwagen die seit Jahrzehnten übliche Batteriespannung. Entsprechend sind die Ladegeräte ausgelegt. Bei Oldtimern und Zweirädern gibt es aber noch Bordnetze mit 6 Volt. Und im Nutzfahrzeugbereich sind 24 Volt verbreitet. Also beim Kauf eines Ladegeräts auf die richtige Spannung achten! Im Handel sind umschaltbare Modelle erhältlich. Bei denen muss unbedingt die passende Spannung für die zu ladende Batterie eingestellt sein!

Anschluss: Früher lautete der Rat: Batterie zum Laden abklemmen und die Stopfen herausschrauben. Dies ist mit modernen Ladegeräten nicht mehr notwendig. Wegen der beschriebenen Laderegelung kann die Säure nicht mehr kochen und Gas entwickeln. „Überhaupt sollte die Batterie angeschlossen bleiben", meint Lang. Das schadet dem Oldtimer nicht und erspart bei neueren Saisonfahrzeugen das Anlernen der Elektronik. Neueinstellung der Uhr und des Radios ist lästig. (dpp-AutoReporter)