Fit im Straßenverkehr?

Picture

Gesundheits-Checks helfen! Foto: dpp-AutoReporter

Die eigene Fahrtüchtigkeit ist keine Frage des Alters. Die Einschätzung, wer sicher Autofahren kann, hängt von der körperlichen und geistigen Fitness ab. Ältere wie jüngere Menschen können durch Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten in ihrer Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt sein.

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) rät daher allen Autofahrern, gleich welchen Alters, zu regelmäßigen Gesundheits-Checks, die beim Arzt durchgeführt werden. Gerade für Menschen, die unter chronischen oder wiederkehrenden Krankheiten leiden, sind sie wichtig - denn sowohl die Erkrankung selbst als auch regelmäßig einzunehmende Medikamente können die Fahreignung einschränken.

„Ab einem Alter von 40 Jahren empfehlen wir einen jährlichen Sehtest beim Augenarzt", so Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D. „Die Sehleistung ist besonders wichtig, da Autofahrer sich auf verschiedene Lichtverhältnisse einstellen müssen und das Auge bei Gegenverkehr, Dämmerung oder Nacht Höchstleistungen vollbringen muss." Der Augenarzt kann die speziellen Anforderungen überprüfen und beispielsweise Dämmerungssehschärfe, dynamische Sehschärfe und die Größe des Sehfeldes bestimmen.

Manchmal ist ein erster Schritt vor dem Gang zum Arzt eine Überprüfung von Fertigkeiten bei Verkehrssicherheitstagen. Viele örtliche Verkehrswachten organisieren diese, teilweise in Kooperation mit Partnern aus dem Gesundheitsbereich. Die Testergebnisse geben Hinweise, ob es sinnvoll ist, einen Arzt zu konsultieren; die Tests der Verkehrswachten sind grundsätzlich und überall freiwillig, unverbindlich und kostenlos.

Ab einem Alter von 60 Jahren rät die Deutsche Verkehrswacht, alle zwei Jahre die Hörfähigkeit beim Ohrenarzt zu überprüfen. Vor allem die Wahrnehmung hoher Töne ist beim Autofahren wichtig, um schnell und sicher einzuordnen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. (dpp-AutoReporter)