Senioren: Vorsicht beim Autofahren mit Medikamenten

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Die Mehrheit der älteren Autofahrer nimmt regelmäßig Arzneimittel ein. Viele Präparate beeinträchtigen allerdings die Fahrtüchtigkeit; eine Rücksprache mit dem Arzt und eine kritische Selbstüberprüfung sorgen für Sicherheit. Studien zeigen, dass der überwiegende Teil aller Autofahrer ab 65 Jahren regelmäßig Medikamente einnimmt. Bei den Senioren im Alter von 75 Jahren oder älter sind es über drei Viertel aller Fahrer.

Diese Dimensionen spiegeln die zunehmende Verbreitung altersbedingter Krankheiten wider. Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Magen-Darm-Probleme bedeuten dabei keinesfalls das Ende des Autofahrens. Jedoch haben viele dafür verabreichte Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen wie Müdigkeitsschübe, eine verlangsamte Verarbeitung von Umweltreizen oder eine verzögerte Reaktionsfähigkeit. Diese stellen im Straßenverkehr ein Risiko dar.

Dass sich beinahe alle älteren Autofahrer darüber informieren, ob ihre Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, zeigt, dass die Betroffenen das Problem erkennen. Allerdings sprechen längst nicht alle mit ihrem Arzt über potentielle Neben- und Wechselwirkungen. „Gerade Senioren, die mehrere Medikamente einnehmen, sollten jedoch mit ihrem Arzt Rücksprache halten", rät Kurt Bodewig, Präsident der Deutsche Verkehrswacht e. V. (DVW). „Nur so kann die eigene Sicherheit im Straßenverkehr fachmännisch kontrolliert werden." Der Beipackzettel liefert erste Informationen zu möglichen Risiken.

Die DVW rät darüber hinaus, das körperliche Wohlbefinden regelmäßig selbst zu hinterfragen. Unwohlsein, Benommenheit oder Schwindelgefühl sind Symptome einer eingeschränkten Fahreignung. Im Zweifel empfiehlt es sich, das Auto stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi umzusteigen. (dpp-AutoReporter/hhg)