Drei goldene Regeln gegen Ablenkung am Steuer

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Drei goldene Regeln gegen Ablenkung am Steuer. Foto: dpp-AutoReporter

Das Handy klingelt, der eingestellte Radiosender rauscht oder das Gespräch mit dem Beifahrer wird zur hitzigen Diskussion. Es gibt eine Vielzahl an Situationen, die den Fahrer eines Autos vom Straßenverkehr ablenken können. Schon eine Sekunde der Unaufmerksamkeit kann schnell schwerwiegende Folgen haben. Deshalb raten die Verkehrsexperten von TÜV SÜD zu voller Konzentration am Steuer.

Schnell ist der Führer eines Fahrzeugs abgelenkt, sei es durch das quengelnde Kind auf dem Rücksitz, das Eintippen der richtigen Adresse ins Navi oder das Öffnen einer Wasserflasche. Die Folgen sind unter anderem plötzliches Bremsen, falsches Abbiegen, das Übersehen von Verkehrsschildern, Ampeln und anderen Hindernissen. „Bei einer Geschwindigkeit von nur 50 Stundenkilometern legt ein Auto in einer Sekunde allerdings fast 14 Meter zurück", erklärt Gerhard Laub, Fachlicher Leiter Verkehrspsychologie und Verkehrsmedizin bei TÜV SÜD. „Für einen zu spät erkannten Fußgänger kann diese kleine Unaufmerksamkeit im schlimmsten Fall tödlich sein."

Daher gibt es drei goldene Regeln, mit denen sich Fahrer vor Ablenkungen schützen können:

1. Für Nebentätigkeiten das Fahrzeug anhalten: Die beste und sicherste Lösung ist es, für jede ablenkende Tätigkeit einen Parkplatz anzusteuern. Bei einer kurzen Rast kann man sehr viel entspannter essen, die Zieladresse ins Navi eingeben oder ein Gespräch mit dem Handy führen. Außerdem setzt die kleine Pause neue Kräfte frei.

2. Den Beifahrer einspannen: Wenn jemand mit im Auto sitzt, kann dieser Aufgaben wie die Bedienung des Navis, das Suchen eines neuen Radiosenders oder das Öffnen der Getränkeflasche übernehmen. Allerdings sollte man sich nicht zu sehr in ein Gespräch vertiefen und wiederum vom Beifahrer ablenken lassen.

3. Mitfahrern nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken: Gerade kleine Kinder auf dem Rücksitz bergen ein hohes Ablenkungspotential. Um sie für die Zeit der Fahrt zu beschäftigen, sollte ihnen im Auto ausreichend Spielzeug zur Verfügung stehen. Aber auch ungesicherte Haustiere an Bord können den Fahrer durch unerwartetes Verhalten erschrecken und ablenken - vor allem, wenn sie sich auf dem Beifahrersitz befinden. Sie sollten in entsprechenden Transportboxen untergebracht werden. Unterhaltungen mit dem Beifahrer sind in der Regel kein Problem, solange sie ruhig und sachlich sind. Wird ein Gespräch emotional, sollte aber ein Parkplatz angesteuert werden. (dpp-AutoReporter)