Erste Wasserstofftankstelle in Bremen eröffnet

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Die neue H2-Station in Bremen bildet wichtige Brücke im norddeutschen Wasserstoffnetz. Foto: Daimler/dpp

Daimler, Shell und Linde haben gemeinsam die erste Wasserstoff-Station in Bremen in Betrieb genommen. Fahrer von emissionsfreien Brennstoffzellen-Autos verfügen nun über eine Betankungsmöglichkeit auf der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Die Partnerunternehmen schaffen damit einen wichtigen Knotenpunkt und gehen einen weiteren Schritt in Richtung flächendeckendes H2-Versorgungsnetz.


Der neue Standort an der Osterholzer Heerstraße 222 liegt unmittelbar an der Autobahnauffahrt Sebaldsbrück und dem Autobahnkreuz Bremen sowie in der Nähe des Bremer Mercedes-Benz Werks, einem der weltweit größten Pkw-Werke der Daimler AG. Hier soll die neue Generation Brennstoffzellenfahrzeuge von Mercedes-Benz produziert werden, die die Daimler AG im September mit Vorserienfahrzeugen auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt der Öffentlichkeit präsentiert hat. Der GLC F-Cell kombiniert weltweit erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem rein elektrischen Plug-in-Hybrid.


Bauherr der in eine Shell Tankstelle integrierten Wasserstoff-Station ist Daimler; die innovative H2-Tankstellentechnik stammt vom Technologieunternehmen Linde. Die drei Unternehmen sind Partner im Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility, das eine Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland aufbaut. Die Wasserstoff-Station in Bremen entspricht dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv; das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge und ist in drei bis fünf Minuten abgeschlossen.


Vor allem bei der Diskussion, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, spielt Wasserstoff eine große Rolle. Es ist eine der Möglichkeiten, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern: Denn mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken. Der Betrieb eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Fahrzeugs verursacht weder lokale Schadstoffe noch Kohlendioxid (CO2)-Emissionen. Die Reichweite der Fahrzeuge liegt bei bis zu 700 Kilometern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert die Tankstelle mit insgesamt 900.000 Euro (dpp-AutoReporter/wpr)