Ford Fiesta: Radar nimmt Angst vor Säbelzahntigern

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Den neuen Fiesta gibt es nicht auf Rezept, aber er soll gegen Nyktophobie helfen können. Foto: Ford/dpp-AutoReporter

Vielen Menschen ist die Angst vor Nacht und Dunkelheit angeboren. Die sogenannte Nyktophobie kann auf unsere Urahnen zurückgeführt werden kann. Sie lebten in prähistorischen Zeiten in Höhlen und mussten insbesondere in der Nacht fürchten, von Raubtieren angegriffen zu werden. Dieses psychologische Muster wirkt bis heute nach, sogar hinter dem Lenkrad. Gemäß einer von Ford in Auftrag gegebenen Umfrage unter mehr als 5030 Personen (in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) erklärten 81 Prozent der Befragten, dass sie nachts im Straßenverkehr schon Angst hatten, bei Frauen lag die Quote sogar 87 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten gab schlechte Sicht in der Nacht als Stress-Quelle an, mehr als ein Drittel befürchtete die Verwicklung in einen nächtlichen Verkehrsunfall - schlimmstenfalls mit Fußgänger-Beteiligung.

Die Sorgen sind nicht ganz unbegründet: Laut der European Road Safety Observatory handelte es sich im Jahr 2014 europaweit bei 20 Prozent aller Verkehrstoten um Fußgänger, die Hälfte von ihnen starb in Folge von Unfällen bei Dunkelheit. Eine mögliche Lösung: der in der nächsten Generation Ford Fiesta auf Wunsch verfügbare Pre-Collision-Assist mit Fußgänger-Erkennung. Das System, bestehend aus Frontkamera und Frontradar, kann bei einem drohenden Auffahrunfall helfen, die Unfallschwere zu mindern oder - im Idealfall - den Unfall zu vermeiden.

„Wir wissen, dass für viele Autofahrer Nachtfahrten eine sehr stressige Erfahrung darstellen. Besonders in Städten, wo Fußgänger, die mitunter von ihren Smartphones abgelenkt werden, ohne Vorwarnung auf die Straße treten, so dass den Fahrern nur wenig Zeit zum Bremsen bleibt", sagt Gregor Allexi, Active Safety Engineer, Ford of Europe. „Die neue Fußgänger-Erkennung von Ford identifiziert Personen bereits, bevor diese auf die Straße gelangen".

Die nächste Generation Ford Fiesta, die in Deutschland im Juli zum Preis von ab 12.950 Euro auf den Markt kommt, geht als erste Ford-Baureihe auf Wunsch mit der neuesten Generation des Pre-Collision-Assist mit Fußgänger-Erkennung an den Start. Das System basiert auf dem Zusammenspiel von Frontkamera und Frontradar und kann potenzielle Kollisionen mit Fahrzeugen, Radfahrern und/oder eben auch mit Fußgängern erkennen.

Stichwort Fußgänger: Dank einer Datenbank mit gespeicherten „Fußgängerformen" kann die Fußgänger-Erkennung reale Menschen von Objekten wie Bäume und Verkehrsschilder unterscheiden. Die Kamera liefert mehr als 30 Bilder pro Sekunde, mehr als ein Kino-Projektor. Der Video-Live-Feed und der breite Betrachtungswinkel ermöglichen es dem System, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, also etwa in der Nacht, Objekte als Fußgänger zu identifizieren. Detektiert das System eine bevorstehende Kollision, werden die Bremsen vorgeschärft. Reagiert der Fahrer auf die akustischen und visuellen Warnhinweise nicht, bremst das System automatisch mit voller Kraft. Das System kann bei einem drohenden Auffahrunfall helfen, die Unfallschwere zu mindern oder - im Idealfall - den Unfall zu vermeiden.

Bei der Entwicklung der Fußgänger-Erkennungs-Technologie setzte Ford unter anderem lebensgroße Dummys ein. Die Tests erfolgten bei Dunkelheit auf abgesperrten Teststrecken, aber auch auf den Straßen belebter Großstädte wie Paris/F und Amsterdam/NL. (dpp-AutoReporter/wpr)