Ford-Umfrage: Millennials lieben Sportwagen - und sich selbst

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Individualität und Fahrspaß sind Sportwagenfahrenden am wichtigsten - und nicht Posing. Foto: Ford/dpp-AutoReporter

Ein Sportwagen ist mehr als ein Fortbewegungsmittel, für viele symbolisiert er Freiheit, Coolness und einen gewissen Status. Auch die Generation der heute 18- bis 34-Jährigen, die sogenannten Millennials, fährt begeistert Sportwagen, der Grund hierfür ist jedoch ein anderer, wie eine aktuelle Umfrage von Ford zeigt. Der Autohersteller untersucht seit Langem das Verhältnis dieser Generation zu Mobilität und hat zusammen mit dem renommierten Zukunftsinstitut zu diesem Thema bereits die Automotive Zeitgeist Studien 2013, 2014 und 2015 veröffentlicht.

Die aktuelle Ford-Umfrage zeigt, dass Sportwagen bei der jüngeren Generation nicht mehr als Statussymbol gelten, sondern in erster Linie als Autotyp für mehr Fahrspaß. Für 72 Prozent der befragten Millennials steht bei einer Fahrt im Sportwagen das persönliche Fahrvergnügen an erster Stelle. Entsprechend funktionieren bei ihnen auch die gängigen Klischees bei der Partnersuche nicht mehr: Nur noch jeder vierte Mann (25 Prozent) und jede dritte Frau (33 Prozent) sagen, dass das Fahren eines Sportwagens sexy macht.

Die Motivation, sich einen Sportwagen zu kaufen, rührt dann auch eher auf Selbstliebe anstatt auf Außendarstellung. 75 Prozent der Männer und 71 Prozent der Frauen würden ihn vor allem zum persönlichen Vergnügen fahren. Nur 16 Prozent der Befragten führen einen Sportwagen, um die Bewunderung anderer zu genießen. Nur 12 Prozent würden dies tun, um Erfolg zu demonstrieren.
Ihr eigenes geringes Bedürfnis nach Außendarstellung trauen Millennials ihren Mitmenschen jedoch offenbar weniger zu. Vor allem Männern wird vom anderen Geschlecht das Gegenteil unterstellt: Fast die Hälfte aller befragten Frauen (46 Prozent) glaubt, dass Männer mit einem Sportwagen demonstrieren wollen. Weitere 19 Prozent der Frauen glauben, Männer fahren einen Sportwagen, weil sie Bewunderung ernten möchten. Immerhin glaubt auch jeder dritte Mann, das andere Geschlecht fahre einen Sportwagen, um Erfolg und Status zu demonstrieren.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Umfrage ist: Fahrspaß bedeutet für jüngere Generationen nicht immer schnell. 43 Prozent der Befragten bevorzugen beispielsweise ein gemütliches Fahren - Männer genauso wie Frauen. Zum Genderwahn: Generell zeigt die Studie, dass Frauen den Fahrspaß eines Sportwagens genauso schätzen wie Männer.

Die ‚Automotive Zeitgeist‘ Studien 2013 und 2015 von Ford hatten bereits gezeigt, dass Individualität beim Thema Auto ein weiterer wichtiger Faktor für Millennials ist. Sie wünschen sich ein Auto, in dem sich ihre Persönlichkeit widerspiegelt und das Möglichkeiten bietet, die Ausstattung individuell an ihre Bedürfnisse anzupassen - beispielsweise durch eine Sportausstattung.

Fords Trendforscherin Sheryl Connelly: „Wir beobachten einen allgemeinen Trend: Verbraucher wählen Produkte immer stärker unter den Aspekten Vielseitigkeit und praktischer Nutzen aus. Wahrscheinlich wird dieses Phänomen bei der Generation der Millennials nochmals an Bedeutung gewinnen, da diese Altersgruppe bewusst Produkte erwirbt, die zu ihren individuellen Lebensstilen und zu ihren jeweiligen Lebensphasen passen".

Die aktuelle Umfrage zu Sportwagen wurde vom Automobilhersteller Ford im März 2017 auf Grundlage einer repräsentativen Stichprobe von rund 100 Befragten im Alter zwischen 18 - 34 Jahren in Deutschland durchgeführt. (dpp-AutoReporter/wpr)