Info in Echtzeit: Ford holt vernetztes Warnsystem ins Auto

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Ford Sync 3 mit Sicherheits-App ‚Katwarn‘: Integration ortsbezogener Warnungen. Foto: Ford/dpp-AutoReporter

Künftig können Ford-Nutzende in Deutschland das vernetzte Warnsystem ‚Katwarn‘ für mobile iOS- und Android-Endgeräte auch im Auto nutzen. Der Service übermittelt behördliche Warnungen und Sicherheitsinformationen - darunter Unglücksfälle wie Großbrände, Bombenfunde oder Wirbelstürme - unkompliziert und schnell per App auf das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford Sync 3. Ermöglicht wird die Integration der ortsbezogenen Warnungen über die AppLink-Software von Ford, welche auf der Open Source-Software SmartDeviceLink basiert und für die Vernetzung von Smartphone-Apps mit Ford Sync 3 sorgt.

Katwarn ist eine kostenlose Smartphone-App. Der Service wurde im Auftrag des Verbandes öffentlicher Versicherer und der CombiRisk vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme Fokus entwickelt und ist seit 2011 deutschlandweit im Einsatz. Die Benachrichtigungen werden dabei einheitlich von den kommunalen Leitstellen der Feuerwehr, den Landeslagezentren oder von Bundesbehörden wie dem Deutschen Wetterdienst oder für spezifische Areale von Industrieunternehmen und Großveranstaltern ausgelöst. Aktuell werden mehr als 80 Landkreise, kreisfreie Städte, Bundesländer und Großstädte versorgt - Tendenz steigend.

Die Nutzung der App ist so einfach wie effizient: Einmal installiert bietet Katwarn ortsbasierte Warnungen und Verhaltensweisen für den aktuellen Standort und zusätzlich für sieben frei wählbare Orte. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, themenbezogene Sicherheitsinformationen zu abonnieren, die präventiv und unabhängig vom Aufenthaltsort informieren. Dies ist zum Beispiel für Großveranstaltungen wie etwa das Oktoberfest in München oder Musikfestivals wie Rock am Ring wichtig, da Warnungen auch die Menschen erreichen sollen, die sich noch nicht am Ort der Gefahr oder auf der Anreise befinden.

„Sicherheit ist heutzutage eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen. Ob Extremwetter und Klimawandel, Terrorgefahr oder internationale Krisen in einer technisierten Welt - in Gefahrensituationen ist es wichtig, die Menschen schnell und genau zu informieren", sagt Prof. Dr. Manfred Hauswirth, Leiter des Fraunhofer Fokus. „Wir freuen uns, dass Katwarn durch unsere Kooperation mit Ford nun auch im Auto genutzt werden kann, und wir somit noch mehr Menschen schnell und einfach erreichen. Dank AppLink und SYNC geht es sogar, ohne dass der Fahrer sein Smartphone während der Fahrt in die Hand nehmen muss." (dpp-AutoReporter/wpr)