Genf 2016: Abarth 124 rally - ein Champion kehrt zurück

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Der Abarth 124 Spider als Serienversion mit 170 PS. Foto: FCA/dpp-AutoReporter

Abarth feiert auf dem internationalen Parkett des Genfer Autosalons 2016 die Premiere des Abarth 124 spider. Als Erbe des Roadsters, mit dem Fiat in den 1970er Jahren seine ersten Erfolge der Rallye-Europameisterschaft verbuchen konnte, ist dieses unkonventionelle Fahrzeug auf Fahrspaß ausgelegt. Die Merkmale umfassen einen Hinterradantrieb, Sportfahrwerk und einen 1,4 MultiAir Turbo-Vierzylinder mit 125 kW/170 PS unter der Haube, gepaart mit einem manuellen oder automatisch mit Wippen geschalteten Sequenziale Sportivo Sechsgang-Getriebe.

Vor 40 Jahren trauerten die Rallye-Fans diesem Wettbewerbsfahrzeug nach, als sich Abarth vom Rallyesport zurückzog. 132 kW/180 PS bei nur 900 Kilogramm Gewicht und eine optimale Gewichtsverteilung hatten damals für vier erfolgreiche Jahre, Rallyesiege in Griechenland und Polen sowie einen sechsten Platz bei der Rallye Monte Carlo 1976 mit dem 124er gesorgt.

Jetzt meldet sich sein Enkel zu Wort: Unter dem internen Code SE139 entwickelte das Abarth Racing Team einen Prototypen, der beim Kampf um Klassensiege wieder konkurrenzfähig sein könnte. Sein 1,8-Liter Motor mit Direkteinspritzung wird von einem Turbolader auf 220 kW/300 PS bei 6500/min geblasen. Fahrwerksseitig gehört Übersteuern eindeutig zum Konzept - denn mit dem Abarth 124 rally lässt sich auf jedem Untergrund gezielt driften. Das sequentielle, über Schaltwippen am Lenkrad wählbare Sechsganggetriebe sorgt dafür, dass die Kraft ohne große Verzögerung freigesetzt wird, so dass sich der Fahrer mit dem Auto und dem Untergrund bestens verbunden fühlt.

Das Abarth Racing Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, den 124 spider auch hinsichtlich einer FIA-R-GT-Homologation zu optimieren. Gewichtsreduzierung und optimale Gewichtsverteilung auf die Achsen standen bei der Entwicklung im Vordergrund. Der Motor ist hinter der Doppelquerlenker-Vorderachse montiert, die Mehrlenker-Hinterachse bietet optimales kinematisches Potential und ist auf kompromisslosen Einsatz konzipiert. Sie wurde mit speziellen Dämpfern versehen, die sich - abhängig von der Straßenbeschaffenheit - vierfach verstellen lassen.

Also wurde das Fahrzeug strukturell verstärkt, Fahrer und Beifahrer werden durch einen stabilen Überrollkäfig geschützt, das gesamte Innenraumdesign ist auf die Ansprüche von Rallyesiegern hin ausgelegt - die Schalter und Kontrollinstrumente sind genau da, wo sie sein müssen. Das Serien-Stoffverdeck des Spider wurde durch ein fest mit der Karosserie verbundenes Hardtop ersetzt. (dpp-AutoReporter/wpr)