Ford-Studie: Junge Fußgänger zu oft abgelenkt

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Vorsicht, Smombies: Junge Menschen lassen sich vom Smartphone ablenken – oft mit schlimmen Folgen. Foto: dpp-AutoReporter

Bürgersteige sind längst nicht mehr sicher vor Missgeschicken durch Smartphone-Nutzer. Noch beunruhigender ist allerdings, dass viele Fußgänger sogar während des Überquerens der Straße telefonieren, Textmitteilungen senden oder Videos anschauen. Gerade bürgert sich die neue Bezeichnung ‚Smombies‘ für die Smartphone-Nutzer mit den fehlenden Reaktionen eine Zombies ein. Um das Ausmaß dieser Ablenkungen besser einzuschätzen, gab Ford 2015 eine europaweite Umfrage in Auftrag. Befragt wurden 10.022 erwachsene Smartphone-Besitzer in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Rumänien, Spanien und der Türkei. Hintergrund der Studie sind offizielle Angaben des European Transport Safety Council, denen zufolge zwischen den Jahren 2003 und 2013 leider 85.525 Fußgänger tödlich verunglückt sind. Zudem sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache in der Altersgruppe der 18 bis 24-Jährigen.

Die meisten befragten Smartphone-Nutzer (57 Prozent) gaben an, ihre Geräte gelegentlich an Ampeln, Zebrastreifen oder beim sonstigen Überqueren der Straße zu nutzen. Das Telefonieren ist demnach die häufigste Nutzungsform bei knapp der Hälfte der Befragten (47 Prozent). Vor allem Personen im Alter von 18 bis 24 Jahre (86 Prozent) haben bereits mobile Geräte oder Handys beim Überqueren der Straße verwendet. Gemäß der Umfrage haben 68 Prozent von ihnen telefoniert, 62 Prozent Musik gehört, 34 Prozent sich mit Textnachrichten beschäftigt; 22 Prozent gaben sogar an, bereits einen Unfall oder zumindest einen Beinahe-Unfall erlitten zu haben.

Die meisten Befragten räumten ein, dass ihr Verhalten gefährlich ist. 60 Prozent sagten, sie wüssten, dass Fahrzeuge mit semi-autonomen Fahrer-Assistenz-Technologien Unfälle verhindern oder zumindest abmildern können - diese Tatsache ließe sie sich sicherer fühlen. Ein fataler Irrtum, der die hervorragenden, sicherheitsfördernden Lösungen der Autoindustrie ad absurdum führt. Zu diesen Fahrer-Assistenz-Technologien zählt beispielsweise der ‚Pre-Collision-Assist‘ mit Fußgänger-Erkennung, der aktuell bereits für die Ford-Baureihen Mondeo, S-MAX und Galaxy erhältlich ist. Das hochmoderne System nutzt die Informationen einer Frontkamera sowie von Radar-Sensoren, um Passanten auf oder neben der Straße anhand ihrer Silhouette zu identifizieren. Erkennt das System eine wahrscheinliche Kollision, wird eine visuelle Warnung auf die Frontscheibe projiziert und zugleich auch akustisch gewarnt. Wird eine bevorstehende Kollision erkannt, wird das Bremssystem in Sekundenbruchteilen vorbereitet. Reagiert der Fahrer immer noch nicht, bremst das System automatisch mit voller Bremskraft ab - um einen Unfall zu verhindern oder zumindest die Heftigkeit des Aufpralls zu verringern.

Ford hat die Risiken durch abgelenkte Fußgänger in das preisgekrönte Fahrsicherheitstraining ‚Vorfahrt für Deine Zukunft‘ integriert, mit dem sich Ford jungen Autofahrern in Bezug auf Praxisübungen und Gefahrenerkennung widmet. Das kostenlose Programm wurde vor elf Jahren in den USA gestartet und von Ford seit 2013 auch in Deutschland angeboten. (dpp-AutoReporter/wpr)