Bestnoten im Euro NCAP-Crashtest für Renault-Neuheiten

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Bestnoten für die neuen Renault-Modelle Mégane (li.) und Talisman im neuen EuroNCAP-Test. Foto: Renault/dpp-AutoReporter

Der Renault Talisman und der ebenfalls neue Renault Mégane haben als 18. und 19. Modell der Marke die Bestnote von fünf Sternen beim unabhängigen Euro NCAP-Crashtest erzielt. Die Mittelklasselimousine und die vierte Generation des Kompakten erhielten Topnoten bei Erwachsenenschutz, Kinder-/Fußgängersicherheit und Ausstattung mit Fahrassistenzsystemen.

Das Abschneiden von Talisman und Mégane im Euro NCAP-Crashtest belegt das hohe Sicherheitsniveau des modularen CMF C/D-Baukastens (Common Module Family - C/D-Segment), der als Technikbasis für die beiden Modelle dient. Wesentliches Kennzeichen dieser Plattform ist der Einsatz höchstfester Stähle mit einer Zugfestigkeit von 1200 MPa (Megapascal) für sicherheitsrelevante Karosseriezonen wie Längs- und Querträger sowie A- und B-Säulen. Die Speziallegierungen bieten eine Belastbarkeit von 120 Kilogramm pro Quadratmillimeter. Damit widerstehen sie selbst hohen Krafteinwirkungen und schaffen einen stabilen Schutzraum für Fahrer und Passagiere. Außerdem gewährleisten sie eine hohe Torsionssteifigkeit. Mit den Crossover-Modellen Espace und Kadjar entstammen zwei weitere 5-Sterne-Renault dem CMF C/D-Baukasten.

Renault kombiniert die steife Fahrgastzelle mit einer programmiert verformbaren Karosseriestruktur an Front und Heck. Diese Bereiche dienen bei einem Unfall als ‚Knautschzone‘ und nehmen viel Aufprallenergie auf. Hinzu kommt eine Vielzahl effizienter Rückhaltesysteme. Bei einem Frontalaufprall schützen zwei Doppelkammer-Adaptivairbags Fahrer und Beifahrer. Je nach Schwere des Crashs entfalten sich diese voll oder nur teilweise. Hinzu kommen Gurtstraffer sowie Gurtkraftbegrenzer auf Vorder- und Rücksitzen.

Im Falle eines Seitenaufpralls treten Doppelkammer-Seitenairbags in den Vordersitzen und zwei vorhangähnliche Windowbags in Aktion, um die Köpfe der Fahrgäste vorne und der außen Sitzenden hinten zu schützen. Hinzu kommen zwei Gasgeneratoren. Vorteil: Die Airbags entfalten sich schneller und passen sich optimal an die Statur von Fahrer und Beifahrer an. Zusätzlich verringern Aufprallsensoren in den vorderen Türen die Zeit bis zum Auslösen der Seitenairbags um entscheidende Sekundenbruchteile. Weil beim Seitenaufprall nur eine geringe Crashzone zur Verfügung steht, ist dies besonders wichtig, um die Passagiere wirkungsvoll zu schützen.

Vorder- und Rücksitze von Talisman und Mégane verfügen unter den Sitzflächenüber integrierte Anti-Submarining-Stützen, die den Körper vor dem Durchtauchen unter dem Beckengurt schützen. Zusammen mit den Gurtstraffern auf allen Plätzen fixieren sie bei einem Aufprall den Körper von Fahrer und Beifahrer in einer optimalen Sitzposition. Auch bei der unkomplizierten Befestigung von Kindersitzen schnitten die Neuen ausgezeichnet ab. Die Schutzwirkung von Kinderrückhaltesystemen hängt nämlich wesentlich von einem korrekten Einbau ab.

Neben der passiven Sicherheit fließen Technologien zur aktiven Unfallvermeidung in die Euro NCAP-Wertung ein. Talisman und Mégane sind hier mit einem breiten Angebot an radar-, ultraschall- und kamerabasierten Fahrassistenzsystemen bestens aufgestellt. Hierzu zählen je nach Ausstattung Sicherheitsabstand-Warner, Toter-Winkel-Warner und Spurhalte-Warner. Hinzu kommen Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner und Fernlichtassistent. Als weitere Systeme sind der adaptive Tempopilot und der Notbremsassistent verfügbar. (dpp-AutoReporter/wpr)